RainbowFlash zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) in Hannover 

Am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen. Lesben und Schwule gelten seither nicht mehr als krank. Daraus entstanden ist der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie, ein Tag gegen Diskriminierung und für Solidarität mit allen Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI), die wegen ihrer sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität Diskriminierung, Verfolgung, Folter oder Tod erfahren müssen.

Gemeinsam mit allen Menschen aus Hannover wollen wir am 17. Mai 2019 für Akzeptanz und gesellschaftlichen Zusammenhalt streiten und das Miteinander stärken.Hannover macht sich auch 2019 stark für Menschenrechte, Vielfalt und Respekt machen.

Wann ?           Freitag, 17. Mai 2019 um 18:00 Uhr

Wo ?               Opernplatz in 30159 Hannover

Facebook-Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/2170203226544483/

 

Werdet auch Teil des RainbowFlashs in Hannover und unterstützt uns mit einer Spende:

Kontakt
Klaus Bischoff, Landesvorstand LSVD Niedersachsen-Bremen
klaus.bischoff@lsvd.de

Direkt spenden unter:
https://nds-bremen.lsvd.de/spenden/

Auf Eure Unterstützung machen wir mit Eurem Logo auf dem Flyer und der Webseite aufmerksam. Wenn ihr uns bis zum 28.02 ein Logo schickt, dann können wir es noch rechtzeitig beim Druck berücksichtigen. Danach ist nur eine Nennung in den sozialen Medien und auf der Homepage möglich.

 

Der RainbowFlash in Hannover ist eine Kooperation von Gaymeinsam für Hannover e.V. und dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Niedersachsen-Bremen.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Kleinkunstbühne Hannover • seelenknoten • Lattner Design • Landeshauptstadt Hannover• FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag • Hannöversche Aidshilfe •Bar Romantis

Evangelische Kirchen im Raum Oldenburg öffnen Traugottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare, Bischof Adomeit entschuldigt sich für Diskriminierung

Lesben- und Schwulenverband begrüßt die Entscheidung der Synode

Hannover, 23. November 2018. Auf der 10. Tagung der 48. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, im niedersächsischen Rastede, hat gestern die Mehrheit der Synodenmitglieder beschlossen, die Traugottesdienste auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Bisher war es Lesben und Schwulen verwehrt worden, in einem Traugottesdienst zu heiraten.

„Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Niedersachsen-Bremen ist glücklich, dass die Synode die Traugottesdienste für Lesben und Schwule geöffnet hat. Mit ihrer Entscheidung hat die Synode deutlich gemacht, dass die Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren den gleichen Respekt und die gleiche Anerkennung verdienen, wie die Ehen heterosexueller Paare. Dass Bischof Thomas Adomeit sich in seiner Erklärung öffentlich für das entstandene Leid und die Diskriminierung entschuldigt hat, war ein wichtiger Schritt hin zu einer offenen und vielfältigen Kirche.“, erklärt Benjamin Rottmann, Vorsitzender des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Niedersachsen-Bremen.

Auch wenn die Evangelische Kirche (EKD) die Ehe lange Zeit ausschließlich als Verbindung von Mann und Frau definierte, wurde diese Sicht spätestens mit der Orientierungshilfe „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ aufgegeben. Aus einer modern-protestantischen Perspektive wird heute nicht mehr nach der äußeren Form der Partnerschaft gefragt, sondern nach ihrem Inhalt und den in der Partnerschaft gelebten Werten.  

In den letzten Jahren haben die Landeskirchen im Rheinland, in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und in Baden gezeigt,  dass die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen in der Kirche möglich ist. Mit der Öffnung der Traugottesdienste haben diese Landeskirchen „JA“  gesagt,  zu einer vielfältigen, modernen und offenen Kirche. Die evangelisch-lutherischen Kirchen zwischen Friesland und dem Münsterland haben sich dieser fortschrittlichen Entwicklung nun angeschlossen.

 

Pressekontakt

Vorstand LSVD Niedersachsen-Bremen
nds-bremen@lsvd.de

 

Hintergrund

Herbsttagung der oldenburgischen Synode in Rastede
https://www.kirche-oldenburg.de/kirche-gemeinden/synode/1048-synode.html

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist Gründungsmitglied des Sportbündnisses

Hannover, 04. Juli 2018. Auf dem weltgrößten Schützenfest in Hannover wird sich das Sportbündnis „Farbenspiel“ gründen. Ziel des Bündnisses ist die Schaffung eines offenen Umfelds für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Sport. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Niedersachsen-Bremen wird als eine der Gründungsorganisationen den Ehrenkodex zeichnen und das Sportbündnis mitbegründen. Der Festakt zur Unterzeichnung wird im Gaypeople Zelt auf dem Schützenfest stattfinden.

„Wir sind stolz als eine der Gründungsorganisationen den Ehrenkodex des Sportbündnisses unterzeichnen zu dürfen. Sport hat die Kraft, Menschen zusammenzubringen und Vielfalt erlebbar zu machen. Vereine und Verbände sollten den Rahmen dafür schaffen, dass diese Vielfalt Respekt und Akzeptanz erfährt.“ betont Imke Thierfelder aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Niedersachsen-Bremen.

Wann?           04. Juli 2018, um 17:30 Uhr

Wo?                Gaypeople-Zelt auf dem Schützenplatz, Bruchmeisterallee 1A in 30169 Hannover

Alle Organisationen, die dem Ehrenkodex beitreten, verpflichten sich, Diskriminierung und Ausgrenzung in ihren Strukturen entgegenzuwirken und bekennen sich zu einer offenen und vielfältigen demokratischen Gesellschaft.

Hintergrund:

Pressekontakt:

Imke Thierfelder
Landesvorstand LSVD Niedersachsen-Bremen
imke.thierfelder@lsvd.de

LSVD Niedersachsen-Bremen protestiert gegen das Vorhaben, die Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsstaaten erklären zu wollen

Hannover, 12. Dezember 2017. Die neue Niedersächsische Landesregierung aus SPD und CDU will zukünftig im Bundesrat die Einstufung der Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsstaaten unterstützen, sofern die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind. Eine entsprechende Vereinbarung wurde in die Koalitionsvereinbarung für die 18. Wahlperiode des Niedersächsischen Landtages 2017 bis 2022 aufgenommen.

„Mit dem Vorhaben der neuen Landesregierung würden Menschenrechtsverletzungen in den Maghreb-Staaten verharmlost. In Algerien, Marokko und Tunesien sind Schwule, Lesben und transgeschlechtliche Menschen massiven Verfolgungen ausgesetzt. Menschen werden eingesperrt und misshandelt, nur weil sie gleichgeschlechtlich lieben.“, erklärt Benjamin Rottmann, Vorsitzender des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Niedersachsen-Bremen.

Das Konzept der „sichere Herkunftsstaaten“ begegnet größten menschenrechtlichen Bedenken. Durch die damit verbundenen Schnellverfahren ohne Zugang zu fachkundiger Beratung und ausreichendem Rechtsschutz werden gerade Lesben, Schwule und transgeschlechtliche Menschen von einer fairen Prüfung ihrer Asylgründe ausgeschlossen.

„Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Bundesverfassungsgerichts bereits 1996 erklärt hatte, dass Staaten nur zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt werden können, wenn dort landesweit für alle Personen- und Bevölkerungsgruppen Sicherheit vor politischer Verfolgung besteht. Die Maghreb-Region erfüllt diese Voraussetzung nicht. Damit sind auch die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben“, betont der LSVD-Landesvorsitzende Rottmann.

Die Landesregierung würde sich mit ihrem Votum auch zum Handlanger von Regierungen machen, die die Menschenrechte von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen verleugnen und mit Füßen treten.Eine solche Politik schwächt den weltweiten Kampf zur Abschaffung der Kriminalisierung von Homosexualität empfindlich.

 

Pressekontakt:

LSVD Niedersachsen-Bremen
Benjamin Rottmann
Tel. 0511 – 277 896 20
benjamin.rottmann@lsvd.de

 

Hintergrund

Gemeinsam für ein modernes Niedersachsen – Für Innovation, Sicherheit und Zusammenhalt
Koalitionsvereinbarung 2017-2022
http://cdu-niedersachsen.de/wp-content/uploads/2017/11/11-16_Koalitionsvertrag_final.pdf

Flüchtlinge schützen – Integration fördern. Beschluss des LSVD-Verbandstages 2016
https://www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Verbandstage/VT-2016/2016_Fluechtlinge_schuetzen.pdf

LSVD Niedersachsen-Bremen veröffentlicht Auswertung der Wahlprüfsteine

Im Vorfeld der kommenden Landtagswahl hat der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Niedersachsen-Bremen Wahlprüfsteine an die demokratischen Parteien im Bundesland verschickt. Zu insgesamt sechs Themengebieten hat der LSVD die Parteien gebeten, Farbe zu bekennen. Welche Parteien setzen sich für ein diskriminierungsfreies Lebensumfeld und ein respektvolles Miteinander ein? Für wen gehört die gleichberechtigte Behandlung und Thematisierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) in Schule und Unterricht und wer möchte, dass LSBTI* auch im Alter offen und angstfrei leben können? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die LSVD-Wahlprüfsteine.

„Der Lesben- und Schwulenverband ruft alle Menschen in Niedersachsen auf, bei den Landtagswahlen am 15. Oktober für Freiheit und ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander zu stimmen. Wir müssen Rechtspopulisten deutlich machen, dass sie mit ihren volksverhetzenden Äußerungen und ihren diffamierenden Agitationen den Rahmen unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft verlassen haben“, so Benjamin Rottmann, Vorsitzender des LSVD Niedersachsen-Bremen.

Wie haben die Parteien geantwortet? 

Fast alle befragten Parteien haben auf die LSVD-Wahlprüfsteine geantwortet. Lediglich die AfD scheint mit dem Ausbleiben konkreter Antworten positiver dastehen zu wollen als ihr Wahlprogramm und ihre Grundhaltung in Bezug auf LSTBI* vermuten lassen.

Bei der Frage, ob die Parteien dafür sorgen wollen, dass im Rahmen der Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen“ Beratungs- und Unterstützungsangebote für LSBTI* eine langfristige und auskömmliche Finanzierung erhalten, positionieren sich SPD, Grüne, Linke und FDP klar für eine weitere Unterstützung. Die CDU schlingert mit einer vagen Aussage und gibt keine eindeutige Antwort.

Beim Thema der Berücksichtigung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Schule und Unterricht zeigt sich, dass SPD, Grüne, FDP und die Linken erkannt haben, dass Homo- und Transphobie nur nachhaltig bekämpft werden können, wenn es gelingt, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als selbstverständliches Unterrichtsthema altersangemessen zu integrieren. Ebenso stimmen sie zu, dass das Thema „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ in die Aus- und Fortbildungen von Lehrenden und pädagogischen Fachpersonal gehört. Für die Stärkung von Regenbogenfamilien wollen sich Grüne, Linke und FDP stark machen und so für Familienvielfalt im Land werben. SPD und CDU positionieren sich hier nur recht allgemein und bleiben konkrete Antworten schuldig.

Beim Thema Erweiterung von Landesverfassung und Grundgesetz Artikel 3, Absatz 3 um das Merkmal „sexuelle Identität“ machen die Grünen, die Liberalen und auch die Linke deutlich, dass sie sich für eine entsprechende Änderung einsetzen wollen.

Wollen Sie noch mehr erfahren? Dann werfen Sie einen Blick in die Wahlprüfsteine des LSVD Niedersachsen-Bremen. Wählen Sie bei der Landtagswahl Parteien, die sich für ein offenes und vielfältiges Niedersachsen engagieren! Erteilen Sie denen eine Absage, die mit ihren homophoben, transphoben und menschenfeindlichen Äußerungen unsere Gesellschaft spalten wollen.

Hier geht es zu den Wahlprüfsteinen des LSVD Niedersachsen-Bremen und zu den Antworten der Parteien


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