LSVD Niedersachsen-Bremen bekommt Sitz in der niedersächsischen Landesmedienanstalt

Anlässlich der heutigen Landtagssitzung zur Änderung des Niedersächsischen Mediengesetzes erklärt Benjamin Rottmann, Vorsitzender des LSVD Niedersachsen-Bremen:

Mit großer Freude reagiert der LSVD auf die heute beschlossene Änderung des Niedersächsischen Mediengesetzes. Der novellierte und bereits im Landtag verabschiedete Entwurf sieht vor, dass neben anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, auch endlich Lesben und Schwule Sitz und Stimme in der Vollversammlung der Medienanstalt Niedersachsen bekommen werden.

Die Gesetzesänderung ist ein wichtiges und deutliches Signal für Vielfalt und Gleichstellung in Gesellschaft und Medien. Als LSVD werden wir uns zukünftig dafür einsetzen, dass sich die Lebenswirklichkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) stärker als bisher in den niedersächsischen Medien wiederfinden wird. Gleichzeitig geht von der heutigen Entscheidung auch ein wichtiges Signal an andere Bundesländer aus, gesellschaftliche Realitäten endlich auch in ihren öffentlich-rechtlichen Rundfunkräten abzubilden und eine gleichberechtigte Interessenvertretung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen in den Räten zu ermöglichen.

 

Hier gibt es die Stellungnahme des LSVD Niedersachsen-Bremen

01 Feb 2016

Verbandstag 2016

Unser diesjähriger Verbandstag findet am 20. Februar im Best Western Hotel zur Post in Bremen statt, Beginn 12 Uhr.

Zu Gast ist Dr. Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister der Hansestadt Bremen und das Gesicht des LSVD Niedersachsen-Bremen 2015.

Außerdem stellen wir die Gesichter für 2016 vor. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 5. Februar.

Die Einladung kann hier heruntergeladen werden.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen von Henning Scherf und seiner Aussage „Ich bin lesbisch“. – Doch wer wird den LSVD Niedersachsen-Bremen im nächsten Jahr begleiten?

Hier bist du gefragt. Sei kreativ und nenne uns deine Vorschläge für das Gesicht des LSVDs für 2016. Egal ob Frau oder Mann oder eine ganze Gruppe. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Person(en) aus Niedersachsen oder Bremen kommen und eine Verbindung zu „queeren“ Themen haben. Die Person muss nicht zwingend in der Öffentlichkeit stehen – du kannst dich auch selbst nominieren oder eine andere Person aus deinem Umfeld.

Schicke uns einfach eine E-Mail an gesicht@lsvd.de, Einsendeschluss ist der 31.08.2015.

Der Vorstand des LSVD Niedersachsen-Bremen wählt bis zum 14.09.2015 aus allen Einsendungen drei Kandidatinnen aus. Aus diesen Finalisten wählen unsere Mitglieder dann das Gesicht des LSVD für 2016.

Wir sind jetzt schon ganz gespannt auf eure kreativen Einfälle. Du hast es in der Hand, dem LSVD Niedersachsen-Bremen ein Gesicht zu geben.

Der LSVD startet als Kampagnenpartner mit Campact eine gemeinsame Petition an Angela Merkel

In Irland sagt eine große Mehrheit der Bevölkerung: Ja zu gleichen Rechten, Nein zur Homophobie und Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Liebe. In Deutschland will eine genau so breite Mehrheit, dass das diskriminierende Eheverbot für lesbische und schwule Paare endlich fällt. Auch die Anhänger/innen von CDU/CSU wünschen sich mehrheitlich die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Liebe.

Gemeinsam mit Campact startet der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) als Kampagnenpartner eine Petition an Kanzlerin Merkel: Beenden Sie die Diskriminierung. Folgen Sie dem Beispiel Irlands und öffnen Sie die Ehe auch für lesbische und schwule Paare. Gleiches Recht auf Ehe für alle!

https://www.campact.de/gleichstellung/

Gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Ignoranz stimmen

Anlässlich der Wahl zur 19. Bremischen Bürgerschaft am 10. Mai 2015 ruft der Lesben- und Schwulenverband Niedersachsen-Bremen (LSVD) alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihr aktives Wahlrecht zu nutzen und ihre Stimme für ein vielfältiges und diskriminierungsfreies Bremen abzugeben.

Der LSVD in Niedersachsen-Bremen hat in Zusammenarbeit mit dem RAT&TAT-Zentrum Bremen e.V. auch in diesem Jahr wieder allen relevanten Parteien im Vorfeld der Bürgerschaftswahlen auf den Zahn gefühlt. Wir haben die Parteien zu unterschiedlichen Themen der Landes- und Bundespolitik interviewt, um Euch und Ihnen die Wahl am 10. Mai zu erleichtern.

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Adoptionsverfahren für gleichgeschlechtliche Partner*innen vereinfacht und die Adoptionspflegezeit soweit wie möglich verkürzt wird? Wie wollen Sie zukünftig Flüchtlinge unterstützen, die wegen ihrer sexuellen Identität aus ihrem Heimatland fliehen mussten? Werden Sie sich dafür einsetzen, dass der vor kurzem vorgestellte Aktions­plan gegen Homo-, Trans- und Interphobie in Bremen eine langfristige und solide Finanzie­rung bekommt und in regelmäßigen Abständen auf seine Durchsetzung hin evaluiert wird?

Wir haben mit unseren Wahlprüfsteinen von den Parteien klare Antworten auf diese und andere Fragen eingefordert und heute veröffentlicht. Der LSVD möchte zeigen, welche Parteien sich auch zukünftig weiter für LSBTI auf Landes- und Bundesebene einsetzen wollen und somit für ein Bremen der Vielfalt und Akzeptanz stehen. Nutzt die Gelegenheit und prüft selbst, wie sich die Parteien zu Themen der Vielfalt und Akzeptanz positionieren wollen und wer noch immer zu den ewig Gestrigen gehört.
Das RAT&TAT-Zentrum und der LSVD Niedersachsen-Bremen rufen dazu auf, am 10. Mai 2015 die Stimme abzugeben und werden in der kommenden Legislaturperiode die Parteien daran zu erinnern, welche Antworten und Versprechen sie uns vor den Wahlen gegeben haben.

Die Antworten der Parteien auf unsere Wahlprüfsteine