One minute in silence for Sochi

Als Zeichen der Solidarität mit den homosexuellen Menschen in Russland, deren jüngster vorsintflutlich anmaßender Rechtsentwurf gegen jegliche Form westlichen Verständnisses von Menschenrechten widerspricht, organisierte der LSVD Niedersachsen-Bremen am 7. März – pünktlich zu Beginn der Olympischen Winterspiele in Sochi – einen Flashmob vor dem Osnabrücker Dom.

In Anlehnung an den olympischen Gedanken waren Osnabrücker aufgerufen, sich um 17:10 Uhr vor dem Dom aufzufinden und auf Pfiff in sportlichem Outfit ein Plakat hochzuhalten, auf dem steht: „One minute in silence for Sochi“.

Der Wettergott war der Veranstaltung leider nicht sehr wohlgesonnen und fuhr alles auf, was mögliche Flashmobber vom Erscheinen fernhalten konnte. Stürmische Böen, Regen von allen möglichen und unmöglichen Seiten und scharfe Temperaturen, die jedem Homophobiker die seltsamen Anwandlungen aus dem Hirn gepustet hätten.

Sechzehn wagemutige Menschen, die dem schlechten Wetter trotzten, fanden sich zum verabredeten Zeitpunkt auf dem schwer verregneten Domvorplatz ein. Vielleicht mag das für Großstädte gewohnte Menschen klein und wenig Aufmerksamkeit erregend klingen, doch für dieses wichtige politische Zeichen, dass Osnabrück an diesem Tag gen Sochi gesandt hat, war das ein zufrieden stellendes und bewegendes Ereignis.

Auch das Fernsehen in Form von os1.tv wohnte dem Flashmob bei und berichtete noch am selben Tag davon.