01 Feb 2016

Verbandstag 2016

Unser diesjähriger Verbandstag findet am 20. Februar im Best Western Hotel zur Post in Bremen statt, Beginn 12 Uhr.

Zu Gast ist Dr. Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister der Hansestadt Bremen und das Gesicht des LSVD Niedersachsen-Bremen 2015.

Außerdem stellen wir die Gesichter für 2016 vor. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 5. Februar.

Die Einladung kann hier heruntergeladen werden.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen von Henning Scherf und seiner Aussage „Ich bin lesbisch“. – Doch wer wird den LSVD Niedersachsen-Bremen im nächsten Jahr begleiten?

Hier bist du gefragt. Sei kreativ und nenne uns deine Vorschläge für das Gesicht des LSVDs für 2016. Egal ob Frau oder Mann oder eine ganze Gruppe. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Person(en) aus Niedersachsen oder Bremen kommen und eine Verbindung zu „queeren“ Themen haben. Die Person muss nicht zwingend in der Öffentlichkeit stehen – du kannst dich auch selbst nominieren oder eine andere Person aus deinem Umfeld.

Schicke uns einfach eine E-Mail an gesicht@lsvd.de, Einsendeschluss ist der 31.08.2015.

Der Vorstand des LSVD Niedersachsen-Bremen wählt bis zum 14.09.2015 aus allen Einsendungen drei Kandidatinnen aus. Aus diesen Finalisten wählen unsere Mitglieder dann das Gesicht des LSVD für 2016.

Wir sind jetzt schon ganz gespannt auf eure kreativen Einfälle. Du hast es in der Hand, dem LSVD Niedersachsen-Bremen ein Gesicht zu geben.

Der LSVD startet als Kampagnenpartner mit Campact eine gemeinsame Petition an Angela Merkel

In Irland sagt eine große Mehrheit der Bevölkerung: Ja zu gleichen Rechten, Nein zur Homophobie und Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Liebe. In Deutschland will eine genau so breite Mehrheit, dass das diskriminierende Eheverbot für lesbische und schwule Paare endlich fällt. Auch die Anhänger/innen von CDU/CSU wünschen sich mehrheitlich die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Liebe.

Gemeinsam mit Campact startet der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) als Kampagnenpartner eine Petition an Kanzlerin Merkel: Beenden Sie die Diskriminierung. Folgen Sie dem Beispiel Irlands und öffnen Sie die Ehe auch für lesbische und schwule Paare. Gleiches Recht auf Ehe für alle!

https://www.campact.de/gleichstellung/

Gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Ignoranz stimmen

Anlässlich der Wahl zur 19. Bremischen Bürgerschaft am 10. Mai 2015 ruft der Lesben- und Schwulenverband Niedersachsen-Bremen (LSVD) alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihr aktives Wahlrecht zu nutzen und ihre Stimme für ein vielfältiges und diskriminierungsfreies Bremen abzugeben.

Der LSVD in Niedersachsen-Bremen hat in Zusammenarbeit mit dem RAT&TAT-Zentrum Bremen e.V. auch in diesem Jahr wieder allen relevanten Parteien im Vorfeld der Bürgerschaftswahlen auf den Zahn gefühlt. Wir haben die Parteien zu unterschiedlichen Themen der Landes- und Bundespolitik interviewt, um Euch und Ihnen die Wahl am 10. Mai zu erleichtern.

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Adoptionsverfahren für gleichgeschlechtliche Partner*innen vereinfacht und die Adoptionspflegezeit soweit wie möglich verkürzt wird? Wie wollen Sie zukünftig Flüchtlinge unterstützen, die wegen ihrer sexuellen Identität aus ihrem Heimatland fliehen mussten? Werden Sie sich dafür einsetzen, dass der vor kurzem vorgestellte Aktions­plan gegen Homo-, Trans- und Interphobie in Bremen eine langfristige und solide Finanzie­rung bekommt und in regelmäßigen Abständen auf seine Durchsetzung hin evaluiert wird?

Wir haben mit unseren Wahlprüfsteinen von den Parteien klare Antworten auf diese und andere Fragen eingefordert und heute veröffentlicht. Der LSVD möchte zeigen, welche Parteien sich auch zukünftig weiter für LSBTI auf Landes- und Bundesebene einsetzen wollen und somit für ein Bremen der Vielfalt und Akzeptanz stehen. Nutzt die Gelegenheit und prüft selbst, wie sich die Parteien zu Themen der Vielfalt und Akzeptanz positionieren wollen und wer noch immer zu den ewig Gestrigen gehört.
Das RAT&TAT-Zentrum und der LSVD Niedersachsen-Bremen rufen dazu auf, am 10. Mai 2015 die Stimme abzugeben und werden in der kommenden Legislaturperiode die Parteien daran zu erinnern, welche Antworten und Versprechen sie uns vor den Wahlen gegeben haben.

Die Antworten der Parteien auf unsere Wahlprüfsteine

Update: Am 25. April hat der Phönix Club auf unsere Intervention hin das Konzert abgesagt und stattdessen J Capri eingeladen. Eine entsprechende Erklärung hat der Club auf seiner Facebook-Seite abgegeben.

 

Phönix Club will mit Homophobie & Hass in den 1. Mai tanzen

Anlässlich des bevorstehenden Auftritts des Reggea Acts „Elephant-Man“ erklärt Benjamin Rottmann, Vorsitzender des LSVD Landesverbandes Niedersachsen-Bremen:

Der Club Phönix plant den Interpreten „Elephant-Man“ am 30.4.2015 auftreten zu lassen. Elephant-Man ist in der Vergangenheit immer wieder durch seine zu tiefst homophoben Texte aufgefallen – zahlreiche Konzerte im In- und Ausland wurden durch verantwortungsvolle Clubs und Agenturen bereits abgesagt. In Songs wie „A Nuh Fi Wi Fault“ oder „We Nuh Like Gay“ ruft der Interpret zur Ermordung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern auf. Diese zu tiefst menschenverachtenden Lieder und Texte erfüllen aus Sicht des LSVD Niedersachsen-Bremen den Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten gem.§ 111 StGB und den Tatbestand der Volksverhetzung gem. § 130 StGB.

Wir sind entsetzt und zutiefts besorgt, dass der Phönix Club in Hannover Homo- und Transphobie in einer weltoffenen und bunten Stadt wie Hannover eine Bühne bieten will und sich nicht für Vielfalt und gegen Diskriminierung in Musik und Kultur ausspricht.

Der LSVD Niedersachsen-Bremen fordert daher den Club, den Veranstalter und vor allem auch die Stadt Hannover auf, sich hier eindeutig gegen Gewalt und Hassmusik zu positionieren und ein starkes Zeichen gegen Homo- und Transphobie in Hannover und vor allem auch in Niedersachsen setzen.Es muss ein Aufschrei durch unsere Gesellschaft gehen, wenn zu Gewalt an Homosexuellen aufgerufen wird oder unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität diskriminiert oder in ihrer Würde verletzt werden.

Trotz der eindringlichen Aufforderung des LSVD Landesverbandes zum geplanten Konzert Stellung zu nehmen, hat sich weder der Club, noch der Veranstalter bisher zu diesem Konzert geäußert. Wir gehen daher davon aus, dass man seitens des Clubs und des Veranstalters sehr wohl weiß, wen man hier eine Bühne bietet und Homophobie und Menschenfeindlichkeit bewusst in Kauf nimmt – und das wenige Tage bevor am 17.Mai der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) auf der ganzen Welt gefeiert wird.

Elephant-Man hat zwar den Reagge Compassionate Act (RCA) unterzeichnet und sich vor einigen Jahren von seinen menschenverachtenden Liedern distanzieren, es ist jedoch bekannt, dass diese Distanzierung bestens Fall bis zur Grenze der EU reicht. In seiner Heimat Jamaika sind die homo- und transphoben Texte nach wie im Umlauf. Für eine glaubwürdige und nachhaltige Distanzierung fehlt dem LSVD allerdings ein eindeutiges Zeichen gegen Hassmusik und Homophobie und für Vielfalt von selbstbestimmter Lebensweisen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Intersexuellen.