Erstmalig nahm der LSVD Niedersachsen-Bremen in diesem Jahr am Familien- und Saisoneröffnungstag von Hannover 96 teil.

An diesem Tag voller Lebensfreude und Engagement waren wir mit einem bunten Stand vor Ort und präsentierten in direkter Nähe zum Arbeitskreis „96-Fans gegen Rassismus“ wie wichtig für uns das Thema Toleranz im Sport ist.

Gerade im Sport ist es immer noch nicht leicht, sich zu outen. Judith Arndt (Radsport) und Thomas Hitzlsperger (Fußball) sind immer noch mutige Ausnahmen. Besonders im Fußball ist Homosexualität ein Thema, dass Karrieren kostet, Doppelleben nötig macht oder zum Schweigen verpflichtet.

Der LSVD Niedersachsen-Bremen freut sich, zusammen mit Hannover 96 dieses Thema zukünftig stärker in den Fokus zu rücken und so ein Zeichen gegen Homo- & Transphobie zu setzen. Unsere Teilnahme am Familien- / Saisoneröffnungstag hat hierfür einen Startpunkt gesetzt. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass Toleranz, Respekt und Akzeptanz in unserer Gesellschaft und im Sport für uns alle wichtige Werte sind.

Wir hatten einen tollen Tag mit interessanten Gästen an unserem Stand. Auch haben uns die vielen Gespräche wie die Nachfragen nach einer intensiven Zusammenarbeit mit Hannover 96 darin bestärkt, diesen Weg weiter zu gehen.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

LSVD Niedersachsen-Bremen begrüßt die Initiative der Stadt

Anlässlich der heute von der Stadt Hannover vorgestellten Unterkunft für schwule Asylsuchende erklärt Klaus Bischoff, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Niedersachsen-Bremen:

Als LSVD Niedersachsen-Bremen begrüßen wir ausdrücklich die Initiative der Stadt Hannover und freuen uns, dass es jetzt auch in Niedersachsen erstmals 9 Plätze in einer städtischen Unterkunft für schwule Asylsuchende gibt, die in anderen Unterkünften Gewalt, Bedrohung und Ausgrenzung erfahren haben. Gleichzeitig hoffen wir auch, dass die Stadt Hannover zukünftig auch Lesben, trans- und intergeschlechtlichen Menschen einen sicheren Schutzraum bieten wird und das Unterkunftsangebot ausbaut.

Wie notwendig diese Unterkunft ist, zeigen die Meldungen über Gewalt gegen Lesben, Schwule, trans- und intergeschlechtliche (LSBTI) Asylsuchende in Gemeinschaftsunterkünften. Als LSVD setzen wir uns dafür ein, dass alle Flüchtlingsunterkünfte in Niedersachsen sichere Orte für nicht-heterosexuelle Menschen sind.

Vorschläge für eine LSBTI inklusive Betreuung und Unterstützung von Asylsuchenden haben der LSVD Bundesverband, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und auch der Paritätischen Gesamtverband in ihrer gemeinsamen „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ bereits gemacht.

Behörden und Träger müssen alle Anstrengungen unternehmen, damit Asylsuchende keine Gewalt erfahren, weder außer- noch innerhalb der Unterkünfte. Wir benötigen hier dringend flächendeckende Gewaltschutzkonzepte, die ebenso LSBTI berücksichtigen. Bei Gefährdungen oder Gewaltvorfällen muss es auch in allen Unterkünften Schutzräume für die Opfer geben. Zudem muss sichergestellt werden, dass alle am Asylverfahren Beteiligten, um die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung / Geschlechtsidentität als anerkannter Asylgrund wissen. Entsprechende Sensibilisierungsmaßnahmen sind dringend notwendig.

 

Hintergrund

Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen

http://www.queer-refugees.de/?page_id=348

LSVD-Ratgeber  Asylrecht

http://www.queer-refugees.de/?page_id=61

RainbowFlash in Hannover zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT), am 17. Mai 2016 in Hannover, erklärt Klaus Bischoff, Sprecher des LSVD Niedersachsen-Bremen:

Es wird wieder salonfähig, Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) gleiche Rechte abzusprechen und sie  in die Unsichtbarkeit zurückzudrängen – nicht nur in Europa, sondern auch in Deutschland.

Auch hier gehören Diskriminierung und Gewalt gegenüber LSBTI immer noch zum Alltag. Allianzen aus besorgniserregenden Bürger_innen, christlich-fundamentalistischen Gruppierungen erheben regelmäßig verbissen das eigene Weltbild zum Maßstab und machen mit Hass und Diffamierungen Stimmung gegen all jene, die den eigenen homo- oder transphoben Vorstellungen widersprechen.

Mit vielen Unterstützer_innen und hunderten Luftballons mit Botschaften gegen Hass und Ausgrenzung wollen der andersr(a)um und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Niedersachsen-Bremen deutlich machen, dass Gewalt und Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen keinen Platz in einer demokratischen und bunten Gesellschaft haben.

Im Rahmen des IDAHOT finden jedes Jahr überall auf der Welt die RainbowFlash statt. Sie sind ein Zeichen der tiefen Verbundenheit mit den Menschen, die bis heute in über 70 Staaten der Erde wegen ihrer Liebe und/oder ihrer geschlechtlichen Identität diskriminiert, pathologisiert, verfolgt, kriminalisiert und in fünf Staaten/Regionen sogar mit dem Tode bedroht werden.

Wir sagen es deutlich – die Verfolgung und Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen Menschen in Afrika, in Asien und auch bei uns in Europa ist eine Verletzung der Menschenrechte!

RainbowFlash 2016 in Hannover

Wo? Opernplatz, Hannover
Wann? 17. Mai 2016, 17:30 – 19:00 Uhr

Die Ballonausgabe beginnt ab 17:30 Uhr. Wir erwarten u.a. auch ein persönliches Grußwort des Präsidenten des Niedersächsischen Landtages, Herrn Bernd Busemann.

Pressekontakt:
Klaus Bischoff, Sprecher des LSVD Niedersachsen-Bremen
klaus.bischoff@lsvd.de

Corinna Weiler, Projektkoordinatorin des andersr(a)um
corinna.weiler@andersraum.de

LSVD Niedersachsen-Bremen wird in den Rundfunkrat von Radio Bremen aufgenommen

Anlässlich der gestrigen Entscheidung der Bremischen Bürgerschaft, den Lesben- und Schwulenverband Niedersachsen-Bremen in den Rundfunkrat von Radio-Bremen aufzunehmen, erklärt Benjamin Rottmann, Vorsitzender des LSVD Niedersachsen-Bremen:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist froh über die Aufnahme in den Rundfunkrat von Radio Bremen und dankt der Bürgerschaft sehr.

Als LSVD wollen wir dafür sorgen, dass LSBTI zukünftig auch in diesem öffentlich-rechtlichen Gremium Sitz und Stimme bekommen. Die Förderung der Akzeptanz und Abbildung von gesellschaftlicher Vielfalt ist besonders in den Medien elementar für eine demokratische und offene Gesellschaft, die selbstbestimmte Lebensentwürfe schützt und ermöglicht. Die Aufnahme in den Rundfunkrat ist ein wichtiger Schritt dorthin. Wir freuen uns auf die konstruktive Mitarbeit.

LSVD Niedersachsen-Bremen bekommt Sitz in der niedersächsischen Landesmedienanstalt

Anlässlich der heutigen Landtagssitzung zur Änderung des Niedersächsischen Mediengesetzes erklärt Benjamin Rottmann, Vorsitzender des LSVD Niedersachsen-Bremen:

Mit großer Freude reagiert der LSVD auf die heute beschlossene Änderung des Niedersächsischen Mediengesetzes. Der novellierte und bereits im Landtag verabschiedete Entwurf sieht vor, dass neben anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, auch endlich Lesben und Schwule Sitz und Stimme in der Vollversammlung der Medienanstalt Niedersachsen bekommen werden.

Die Gesetzesänderung ist ein wichtiges und deutliches Signal für Vielfalt und Gleichstellung in Gesellschaft und Medien. Als LSVD werden wir uns zukünftig dafür einsetzen, dass sich die Lebenswirklichkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) stärker als bisher in den niedersächsischen Medien wiederfinden wird. Gleichzeitig geht von der heutigen Entscheidung auch ein wichtiges Signal an andere Bundesländer aus, gesellschaftliche Realitäten endlich auch in ihren öffentlich-rechtlichen Rundfunkräten abzubilden und eine gleichberechtigte Interessenvertretung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen in den Räten zu ermöglichen.

 

Hier gibt es die Stellungnahme des LSVD Niedersachsen-Bremen